Die Kostüme liegen bereit – auf zum echten Karneval ins Rheinland

Wir sitzen auf gepackten Koffern. Morgen in der Früh geht es ins Rheinland. Präpariert mit den richtigen Kostümen für kaltes Wetter geht es in den Westen. Wir freuen uns auf Familie und Freunde.

Kostüm Frida Kahlo

Und ein Kostüm wurde heute bereits im Fasching Probe getragen. Et Kleen erntete damit sehr viel Zuspruch und Bewunderung. Sie trug es auch mit sehr viel Stolz. Die Haare sind lang genug, um sie mit einem Tuch zu flechten und dann hochzubinden.

Frida Kahlo Kostüm

Zu Nähen war nur der Rock – Dirndlbluse und Tücher fanden sich im Schrank. Ein paar hübsche unechte Blumen und schon steht das Kostüm, das die Malerin Frida Kahlo darstellen soll. Von allen Kostümen, die uns bisher eingefallen sind, war dies doch das originellste. Das tolle daran, es ist auch straßenkarnevaltauglich. Der Rheinländer weiß was ich meine. Viele Schichten – im Zwiebellook halt – zieht man zum Zooch an. Hinterher im Saal kann man immer noch was ausziehen. Unter den Rock geht zur Not sogar die Schneehose. Praktisch, gell?

So jetzt wünsche ich allen Feiernden und nicht Feiernden ein herzliches Fasteloovend zesamme!

Dezemberimpressionen 2017

Auch wenn dieser Advent kurz ist, haben wir doch einige schöne Impressionen sammeln können. Wir hatten außerdem das Glück, dass die Welt ganz schön oft gepudert aussah. Wenn auch keine Massen Schnee fielen, so hatten wir doch oft den winterlichen Eindruck.

Zum Nikolaus gab es bei uns keine gefüllten Stiefel. Die Mädels bekamen einen weihnachtlichen Kissenbezug, der gefüllt war mit Anziehsachen. Die waren fällig und so hatten sie eine schöne Verpackung. Die Mädels hat es gefreut.

An den Wochenenden haben wir kleine und größere Unternehmungen gemacht. Die Oma war da und hatte mit uns das Vergnügen ein total verschneites Kloster Benediktbeuern zu besuchen. Da haben wir Verwandtschaft besucht und einen unglaublich tollen Künstlermarkt bewundert. Dort war das Fotografieren nicht so gerne gesehen und so kann ich Euch nur berichten. Es gab ganz viele alte Handwerke, die in neuem Glanz erstrahlten. Von Porzellanmalerei, über Stoffdruck, Klöppeln, Wachsgießen, schöne Dinge aus Holz und Papier… es war wirklich kein Hobbymarkt und hat sich echt gelohnt. 

Und dass die Oma da war, haben wir voll ausgenutzt und haben uns ein Elterntag gegönnt. In einem sehr schönen Hotel in Murnau am Staffelsee, dass bereits mit Lichtern und Adventlichem geschmückt war, haben wir es uns gut gehen lassen.

Am Samstag konnten wir noch einen Bummel über den verschneiten und knackekalten Weihnachtsmarkt in Murnau machen. Das hat der Seele wirklich richtig gut getan. Wunderhübsche Läden reihen sich aneinander und bieten sehr stilvolle schöne Dinge. Dem Mann hat es der Rosenkohl angetan, der wie gemalt in der Auslage darauf wartete, von uns gegessen zu werden.

Die kommende Woche ist gespickt mit musikalischen Auftritten der Kinder. Da werden wir also vollends auf Weihnachten eingestimmt. Wir freuen uns schon so sehr auf die freien Tage. Ich kann es kaum erwarten.

Ich schicke Euch liebe Grüße zum Dritten Advent!

 

Feuer – welche Bedeutung hat es für mich…

Astrid möchte gerne wissen, wie wir zu Feuer stehen. Da ich aktuell gelernt habe, ein Feuer überhaupt erst zu schüren, passt das ja.

Wir waren in den Herbstferien wieder auf einer Hütte in Österreich und dort wird mit dem Herd gekocht und geheizt. Wenn wir also bei 5 Grad Außentemperatur anreisen, heißt es erst mal ordentlich einheizen. Wenn der Kachelofen im Wohnzimmer erst mal richtig warm ist, hält die Wärme richtig lang.

Der Herd in der Küche heizt das Wasser in den Heizkörpern und wärmt damit Bad und Schlafzimmer. Und natürlich kann damit gekocht werden.

Unsere Große hat inzwischen gelernt den Herd in der Küche einzuschüren.  Das ist super. So können wir nämlich noch ein Stündchen liegen bleiben, während der Ofen die Kälte der Nacht vertreibt, so dass wir im Schlafi frühstücken können und die Semmeln in der Zeit im Ofen aufgebacken werden können.

Und bei unserem letzten Trip hatten wir an einem Tag so ein schlechtes Wetter mit Sturm und Schnee, dass ich sooo sehr Lust hatte,  etwas zu backen. Zum Glück waren alle Zutaten im Haus und ich versuchte mich an Rohrnudeln, die prompt gelangen und ganz schnell weggeputzt waren.

Wow – waren die lecker.

Was ich sonst mit Feuer verbinde? Ich liebe offene Feuer im Sommer. Dazu haben wir eine Feuerschale. So können wir abends länger draußen sitzen.

Kerzen sind toll. Selbst kleine Teelichter wärmen mein Herz.

An St. Martin sind unsere Kinder immer mit Kerzen in den Laternen losgezogen. Die Glühbirnchen waren nur im Einsatz, wenn die Kinder im Haus mit der Laterne spielten.

Die Kinder können mit Feuer umgehen und selbst  an Silvester dürfen sie unter Aufsicht von Papa Raketen zünden.

So sieht es bei uns aus mit dem Thema Feuer in unserer Familie, zu dem Astrid K. eingeladen hat und vermutlich könnte ich noch mehr schreiben, aber heute locken mich zum Sonntagsnachmittagskäffchen frisch gebackene Kekse aus dem Umluftofen. Ehrlich gesagt, finde ich es unglaublich praktisch, nicht erst Einschüren zu müssen, aber die Gemütlichkeit ist natürlich nicht so da.

Jetzt verlinke ich mich noch eben zu Astrid.

Euch alleneinen guten Start in die neue Woche.

Schöne Urlaubsgrüße – Sylt – 3. Teil – Der Strand und das Meer

Das wohl Schönste an unserem Urlaub auf Sylt war das Meer und der Strand. So haben wir dort auch die meiste Zeit verbracht. Meine Familie im/am Wasser und ich lesend auf der riesigen Picknikdecke.

Der Westen von Sylt ist von Nord bis Süd ein ganz toller Sandstrand mit Dünen. Fast überall stehen Strandkörbe, die man bei Bedarf mieten kann. Inzwischen kann man dies bereits online tun. Die Strandkörbe sind nicht abgeschlossen. Abends kann man sich einfach mal so in einen hineinsetzen.

Strand südlich von Westerland

Ein großer Vorteil gegenüber anderen Inseln ist, dass man auf der Westseite immer Wasser in erreichbarer Nähe hat. Es gibt zwar Ebbe und Flut, aber die macht nur ein paar Meter aus, während es auf anderen Inseln hunderte Meter nur Wattenmeer gibt.

Dennoch hat sich die Familie erkundigt, wann Ebbe und Flut sind. Vor unserem bevorzugten Strand gab es eine Sandbank einige Meter im Meer. Bei Ebbe konnten die Kinder dort auch bei hohem Wellengang stehen. So kam es, dass wir auch mal um 20 Uhr ins Wasser sind.

Strand südlich von Westerland

Der Strand war meist sehr leer. Es war super angenehm und sehr erholsam und außer dem Rauschen des Meeres und dem Kreischen der Möwen kaum was Störendes zu hören. Hinter der Strandmuschel, die wir immer aufbauten, war es angenehm und windstiller.

Wellen vor Hörnum

Aber je windiger, desto besser die Wellen und die haben es meiner Familie angetan. Und irgendwie konnte ich das ja auch verstehen, auch wenn es nicht ganz so mein Ding ist in die Wellen zu tauchen und Bodysurfen zu machen.

Strand bei Westerland

So ganz geheuer war mir nicht, wenn ich meine Lieben da so im Wasser beobachtete. Die strahlenden Gesichter hinterher stimmten mich dann doch versöhnt. Das Meer hatte sie mir wieder wohlbehalten ausgespuckt.

Strand bei Hörnum

Dagegen waren die windstillen Tage ziemlich rar und irgendwie auch langweilig und unspektakulär.

So ein Meer wollen die Kinder jetzt öfter haben. Mal sehen, wo wir es im nächsten Jahr finden.

Schöne Urlaubsgrüße – Sylt 2. Teil – Watterkundung

An einem der bedeckten Tage hatten wir eine Wattwanderung gebucht. Die Schutzstation Wattenmeer bietet Veranstaltungen verschiedener Art an. Mitarbeiter, die ein Bundesfreiwilligendienst machen, stehen parat um diverse Exkursionen in Watt oder an Land zu leiten. (www.schutzstation-Wattenmeer.de)

Die Mitarbeiter kommen aus ganz Deutschland und so kann es vorkommen, dass ein Fränkin mit unverkennbarem Dialekt die kleinen Fünf des Wattenmeeres erklärt. Das ist irgendwie merkwürdig und ich musste mich daran erst mal gewöhnen.

Und so ging es also nach den ersten Erklärungen wie das mit der Ebbe und der Flut funktioniert und wie man sich im Watt zu verhalten hat, los durch die Pampe. Erst haben wir einen „Wattwurm“ nachgeahmt indem wir als Schlange hintereinander mit geschlossenen Augen hinein in die Pampelacke stampften. Dabei hatte eine der Omas, die mit ihrem Enkel und in Gummistiefeln unterwegs war, gleich einen Umfall. Ja, sie ist einfach umgefallen in den Matsch. Oh jeh. So gemein kann das Watt sein.

Aber dann haben wir die „Small Five“ des Wattenmeeres gesucht und gefunden:

Wattwürmer,  die gemeine Herzmuschel, die Gemeine Strandkrabbe, die Gemeine Wattschnecke und die  Pantoffelschnecke. Wenn Ihr jetzt nach den Small Five im Internet sucht, werdet Ihr statt der Pantoffelschnecke die Garnele finden. Tja, und nachdem es aber keine Garnelen mehr auf Sylt gibt, wurde sie von der Pantoffelschnecke ersetzt. So war es zumindest bei unserer Führung.

Die Schnecke, die das Kleinchen oben in der Hand hat, ist kurz vorher von ihr in einer Acht durch die Luft geschleudert worden. Die Schnecke möchte dann sehen, was los ist und kommt aus ihrem Haus raus. Interessant.

Und dann ging es noch hinein in ein Schlickloch. Was für eine Gaudi. Auf einmal ziemlich tief hineinzurutschen war nichts für mich, aber der Rest der Familie hat es voll toll gefunden.

 

Ich hatte so ein bisschen Angst, dass einer von meinen Lieben reinplumpst und dich dann doch noch zum Waschen gehen muss, ist aber alles gut gegangen. Außer den Füßen ist nichts dreckig geworden.

Die Wattwanderung war interessant. Allerdings muss ich auch zugeben, dass die Kinder heute doch schon echt viel wissen. Die Generation Kinder hat ein unglaubliches Wissen durch Maus & Co, sowie den tollen Wissensbüchern und so können sie ziemlich viele Fragen beantworten.

Dieser Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt.