An einem der bedeckten Tage hatten wir eine Wattwanderung gebucht. Die Schutzstation Wattenmeer bietet Veranstaltungen verschiedener Art an. Mitarbeiter, die ein Bundesfreiwilligendienst machen, stehen parat um diverse Exkursionen in Watt oder an Land zu leiten. (www.schutzstation-Wattenmeer.de)

Die Mitarbeiter kommen aus ganz Deutschland und so kann es vorkommen, dass ein Fränkin mit unverkennbarem Dialekt die kleinen Fünf des Wattenmeeres erklärt. Das ist irgendwie merkwürdig und ich musste mich daran erst mal gewöhnen.

Und so ging es also nach den ersten Erklärungen wie das mit der Ebbe und der Flut funktioniert und wie man sich im Watt zu verhalten hat, los durch die Pampe. Erst haben wir einen „Wattwurm“ nachgeahmt indem wir als Schlange hintereinander mit geschlossenen Augen hinein in die Pampelacke stampften. Dabei hatte eine der Omas, die mit ihrem Enkel und in Gummistiefeln unterwegs war, gleich einen Umfall. Ja, sie ist einfach umgefallen in den Matsch. Oh jeh. So gemein kann das Watt sein.

Aber dann haben wir die „Small Five“ des Wattenmeeres gesucht und gefunden:

Wattwürmer,  die gemeine Herzmuschel, die Gemeine Strandkrabbe, die Gemeine Wattschnecke und die  Pantoffelschnecke. Wenn Ihr jetzt nach den Small Five im Internet sucht, werdet Ihr statt der Pantoffelschnecke die Garnele finden. Tja, und nachdem es aber keine Garnelen mehr auf Sylt gibt, wurde sie von der Pantoffelschnecke ersetzt. So war es zumindest bei unserer Führung.

Die Schnecke, die das Kleinchen oben in der Hand hat, ist kurz vorher von ihr in einer Acht durch die Luft geschleudert worden. Die Schnecke möchte dann sehen, was los ist und kommt aus ihrem Haus raus. Interessant.

Und dann ging es noch hinein in ein Schlickloch. Was für eine Gaudi. Auf einmal ziemlich tief hineinzurutschen war nichts für mich, aber der Rest der Familie hat es voll toll gefunden.

 

Ich hatte so ein bisschen Angst, dass einer von meinen Lieben reinplumpst und dich dann doch noch zum Waschen gehen muss, ist aber alles gut gegangen. Außer den Füßen ist nichts dreckig geworden.

Die Wattwanderung war interessant. Allerdings muss ich auch zugeben, dass die Kinder heute doch schon echt viel wissen. Die Generation Kinder hat ein unglaubliches Wissen durch Maus & Co, sowie den tollen Wissensbüchern und so können sie ziemlich viele Fragen beantworten.

Dieser Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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