Flower-Friday – meine #01 2017 – und laut gedacht

Ich bin selber überrascht, dass ich dieses Jahr noch keine Blumen gebloggt habe. Na, das heißt ja wohl, dass es Zeit ist. Immer wieder hatte ich schöne Blumen im Haus. Meist war es aber zu Dunkel zum fotografieren. So kam es nicht oft dazu.

Heute bin ich um die feuerroten Tulpen nicht herum gekommen. Um den Strauß herum habe ich einige neue Schätzchen drappiert. Ich habe die meisten von meinen Tanten mitgebracht.

Von diesen unverheirateten Damen möchte ich Euch erzählen. Sie lebten ein für mich scheinbar lustiges Leben mit unglaublich viel Kunstinteresse. Sie bereisten Europa und hatten immer eine schöne Geschichte parat. Sie kleideten sich sehr elegant und liebten kleine kostbare Dinge. Wir dürften als Kinder Ferien dort verbringen. Als Opa noch lebte und noch ein paar Jahre länger, hatten sie eine „Zugehfrau“. Das war Tante Lisbeth. War diese Frau toll. Sie war die Gütigkeit in Person. Hatte Hände, die zupackten und liebevoll und gleichzeitig wirklich riesig waren. Bis ins hohe Alter und kurz vor ihrem Tod schmiss sie den Haushalt.

Und dieser Haushalt wird nun gerade aufgelöst… und damit wurden am letzten Wochenende so einige Erinnerungen wieder hervorgeholt, Gerüche, Blicke, das Körbchen, in dem der Toast immer warm gehalten wurde, all diese Kleinigkeiten, die den Ort immer besonders machten. Diese Wohnung hat sich im Grunde seit meiner Kindheit nicht sehr verändert. Und das machte diesen Schlussstrich auch so anders. (Kurz nach dem Auszug der Kinder aus dem heimatlichen Haus eroberten meine Eltern Zimmer für Zimmer und veränderten alles.) Viele Erinnerungen habe ich eingepackt und nun bei mir wieder ausgepackt. Ich mag es diese Schätzchen um mich zu haben. Nachdem eine der beiden Damen hochbetagt mit 95 Jahren im letzten Jahr verstarb, lebte die nicht viel jüngere Schwester alleine. Das ging einfach nicht mehr. Sie musste umgezogen werden. Es war herzzerreißend, ließ sich aber nicht vermeiden. Leider haben die Damen versäumt, rechtzeitig selber nach einem Ort zum Bleiben zu suchen.

Merker für mich im Alter! Rechtzeitig nach einer Bleibe suchen!

Nun hoffe ich, dass sich die verbleibende Tante in ihrer neuen Umgebung gut einlebt und noch ein bisschen Frühling schnuppern kann. Das ist ihre Lieblingsjahreszeit.

Ich werde nun tagtäglich mit den kleinen Dingen erinnert. Das ist schön.

Mit meinen Blumen wander ich zu Holunderblütchen. Hier werden unsere Blumenarrangements wöchentlich am Freitag gesammelt.

Wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Unglaublich kitschig, aber unglaublich schön – Bob Ross lässt grüßen

Wir hatten das Glück, dass wir letztes Wochenende noch mal in die Berge auf eine ziemlich entlegene Hütte nach Österreich fahren konnten. Obwohl wir nur vier Tage aus dem Alltag raus waren, haben wir wirklich toll abschalten können. Es war irre kalt in der Hütte, da sie leider viel zu viel leer steht. Also haben wir ordentlich eingeheizt. Am ersten Tag war es bedeckt und es nieselte. So war unser Highlight der Fund einiger Pfifferlinge, die wir an dem Tag prompt zum Sößchen verarbeiteteten, das zum Pfannekuchen gereicht wurde.

Am zweiten Tag hatten wir dann mehr Glück mit dem Wetter. Der erste Blick aus dem Fenster, der ansonsten den tollsten Ausblick gewährt, war total nebelig. Wir wollten uns aber nicht trügen lassen, also haben wir geschaut, was die Webcam auf dem Sonnblick zeigte. Und… – strahlender Sonnenschein. Also haben wir zugesehen, dass wir rauf kamen auf den Berg. Von oben präsentierte sich dann das schönste Wetter.

Da machte das Wandern auch richtig Spaß. Sogar die Kinder kletterten (auch bei kalten 5 Grad) fleißig mit. Die Almen waren alle verlassen und so hatten wir leider nicht so „leckere“ Ziele. Wir müssen also wieder kommen, wenn alles in Betrieb ist. Da freuen wir uns schon drauf.

Besonders haben uns die Farbspiele beeindruckt. Es war zwar nicht mehr herbstlich, aber die Lerchen sorgten für ein sonniges Farbenspiel. Gut, an der Baumgrenze ist das Farbenspiel eh etwas begrenzter.

An das Kochen auf dem Holzofen muss ich mich immer noch gewöhnen, aber ich denke, dass ich da noch die ein oder andere Gelegenheit zu finden werde. Die Familie ist satt geworden. Es gibt sehr gerne Pfannengerichte! 🙂

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch schöne Herbstferien, solltet Ihr noch welche haben.

unsere neue Küche – eine Odysee

Na, jetzt wird es aber mal Zeit, dass ich Euch noch von unserer endlich fertigen Küche berichte, wobei… Naja so ganz fertig ist sie immer noch noch. So ist das vermutlich, wenn man sie selber aufbaut und Stück für Stück optimiert. Ich hatte im Mai angefangen hier über unsere Entscheidungsfindung und ersten Erfahrungen zur neuen Küche zu berichten. Und ich weiß genau, was Ihr meint, wenn Ihr sagt: oh nö, da ist sooo viel zu bedenken! Schieben wir das noch was... Verstehe ich voll! Vor allem hinterher! 😉 ABER – für mich hat es sich absolut gelohnt.

 

Das war also die Ausgangssituation. Die Küche sieht gestückelt aus. Sie aufzuräumen war irgendwie nie drin. Viele Kabel, die rumfliegen. Blöde Steckdosensituation…

Dann kam die Zwischenlösung. Weil wir noch auf die Anfertigung unserer Arbeitsplatte und unglaublich lange. Wir haben sie im Mai bestellt, bzw. bestellen wollen. Man sagte, dass wir sie nicht so bekommen können, wie wir wollen. Wir hätten uns wohl vermessen. Häh? Also musste aus Kulanz der Monteur kommen, um uns zu erklären, warum es nicht geht. Konnte er nicht. Wir hatten recht und nicht verrechnet. Also Bestellung aufgegeben. Nach zwei Wochen der Anruf, dass die gewünschte Platte nicht lieferbar ist. Häh? Her mit der Geduld… Wochen später der Anruf – jetzt geht es los! Yeah. Also haben wir Mitte August die Platte bekommen, die wir schon drei Monate zuvor geordert haben….

Das Warten hat sich gelohnt. Die Platte ist super. Sie lässt sich toll sauber machen. Der linke Schenkel ist ca. 9 cm tiefer als die normale Platte und bietet so viel mehr Abstellplatz. Die Oberfläche eignet sich toll zum Teig ausrollen. Da steht der Weihnachtsbäckerei nichts im Wege.

Weil mir das Braun als „Fliesenspiegel“ zu dunkel war, habe ich mit Folie einen neue Spiegel geklebt. Bin mir noch nicht ganz sicher, ob das so bleibt, aber das zeigt sich.

Klar, ich hätte für das Foto noch mehr wegräumen können, aber so sieht unsere offene Küche nun mal aus. Und? Ist doch ein Unterschied, oder? Jetzt fehlen noch unten und oben Zierleisten. Dort wo das Fenster ist, bekomme ich von oben noch Licht. Das hat sich bei der alten Küche bewährt.

Ich bin total glücklich mit den 80 cm breiten Schubladen und meiner Aufteilung. In der Schublade haben alle meine Töpfe und Pfannen Platz. Sie ist genau unter dem Herd, so dass die Wege kurz sind. Auf diese kurzen Wege habe ich überall geachtet. Die Spülmaschine auszuräumen (sie ist eine alleine stehende – da passt mehr rein, zumindest sagt mir das mein Gefühl) ist echt easy. Das mache ich gerne im Teamwork mit dem Mann. Einer steht rechts, der andere links und dann geht das zup zup schnell!

Aus der Hausauflösung meiner Ma habe ich Porzellan mitnehmen dürfen. Das wirklich alte (ca. 85 Jahre) Kindergeschirr ist leider schon sehr angekitscht. Ich habe damit als Kind immer bei den Tanten spielen dürfen. Dabei ist sicher auch mir eine Macke abgegangen. Dennoch. Es ist so was von nostalgisch.

Das gute Geschirr meiner Ma hat auch den Weg in einen der neuen Hängeschränke gefunden. Jetzt kann ich mit Stil decken! Ok, brauche ich nicht jeden Tag, aber manchmal ist das doch schön!

Und aus meinem Provisorium für die Gewürze ist eine feste Sache geworden. Die Bilderleiste vom Schweden ist zurecht geschnitten worden. Für mich ist es überhaupt keine Alternative die Gewürze in der Schublade zu haben. Ich muss sie sehen und direkt zugreifen können. Ist doch blöd, wenn man erst mal mit dreckigen Kochfingern die Schublade aufmachen muss, oder?

Ok, der Post war etwas länger… Vielleicht kann jemand einen „Nährwert“ (Wortspiel!) draus ziehen.

Ah, Ihr wollt noch ein Fazit? Tja, gar nicht so einfach… Ja, ich glaube ich würde es wieder tun und die Küche vom Schweden nehmen. Letztendlich ist sie wirklich günstig (sie ist ehrlich berechenbar, im Gegensatz zu den meisten Küchen aus den Küchenzentren) und wenn man so ein Ding selber aufbaut, dann kann man doch echt stolz sein. Wenn hinterher alles funktioniert, was man sich vorher auf dem Plan so ausgedacht hat – perfekt! Zwei, drei Sachen werde ich noch ändern, aber alles in allem bin ich wirklich glücklich mit der Küche!

und was wird mit der alten Küche?

Bevor die ganze Aktion mit dem Küchenumbau überhaupt anfing, machte ich mir Gedanken, was wir denn mit der alten Küche machen könnten. Verkaufen? Ja, keine schlechte Idee. Küchen werden immer gesucht. Aber! Hey, meine Küche war ziemlich toll ausgestattet. Nicht hübsch, aber sehr praktisch. Einen normalen Schrank hatte ich schon nicht mehr. Nur Schubladenschränke. Ich finde die ungeheuer praktisch und auch wenn sie teurer sind. Das ist es mir wert. Die Schränke sind an sich noch super. Also ausmessen – neuen Platz suchen!

Drum nicht lange gefackelt – ab damit in mein Atelier. Auch hier sind Schubladen optimal, vor allem, wenn sie so tief sind. Und so sind sie in der letzten Woche in einer Nacht und Nebel-Aktion umgezogen.

Die Hängeschränke haben wir kurzerhand umgedreht, so dass der Griff oben ist. Wow – toll. So habe ich massig neuen Platz gewonnen. Hinter den Türen passiert meinen Schätzen nichts.
Der Rest der Möbel ging noch in das danebenliegende Bad. Hier bot sich die Dachschräge formidable an. Und nun finden hier Handtücher und andere Dinge einen tollen Platz.

Die Hängeschränke auf der rechten Seite sind auch umgekehrt. Es sind nun Klappen, die von oben aufgehen. Hihi. Ich freue mich so. Meine Messungen sind aufgegangen und ich habe den alten aber einwandfreien Möbel eine neue Aufgabe zugeteilt. Yeah! Gut, ne?

Euch ein schönes und erholsames Wochenende! Wir erholen uns auch!

Küche – aus älter macht neuer

Der geneigte Leser hat mitbekommen, dass wir große Umbaumaßnahmen vor uns hatten, bzw. inzwischen hinter uns gebracht haben. Jaaaaa! Es ist annähernd vollbracht. Der ganze Umbau ging wesentlich schneller, als ich das gedacht habe. Statt der 2-3 Wochenenden haben wir den Abbau, Streichen, Aufbau, Einräumen innerhalb von nicht mal 4 ganzen Tagen geschafft. Wow! Und hier ist unser Erfahrungsbericht zum Aufbau der Küche.

Ausgangssituation: 
Eine Küche der Serie Faktum, die es seit März d.J. nicht mehr nachzukaufen  gibt, mit der billigsten Front, die ich mir damals nur leisten wollte, mit einer Arbeitsplatte, die die besten Tage schon hinter sich hat. Und letztere war eigentlich der Ausschlag für die neue Küche. Geräte hatten wir uns in den letzten Jahren schon neue angeschafft. Der Küchenbauer hatte keine schlauere Idee zur Aufteilung der Küche. Da haben wir gedacht – das können wir dann auch selber. Wir wollten eigentlich die Montage machen lassen, aber wenn man Steckdosen im Schrank will, dann hat man da leider schlechte Karten beim dem Service. Also doch selber schrauben.

Ziel: 
mehr Ordnung, breitere Schubladenschränke UND die neue Arbeitsplatte.

Donnerstag – Und da war sie, die erste Nachtschicht:
Wir haben die Oberschränke ausgeräumt, abgehängt, Löcher zugespachtelt und Decke und Wände erst mal weiß gestrichen.

Freitag:
gab es einen braunen „Fliesenspiegel“. Die ersten Schubladen und Schränke wurden aufgebaut.

Samstag – inkl. Nacht:
Wir müssen zum Schweden, denn sehr viele Teile sind leider nicht geliefert worden. Es fehlen alle Scharniere, Einlegeböden, z.T. sind falsche Türen geliefert worden. *ärgerlich* Kinder und Freunde helfen beim Zusammenbauen von Schränken und Schubladen. Wir verbauen in der neuen Küche 20 Schubladen!

Mittags kommt eine Perle vorbei und versorgt uns mit Leberkassemmeln. Und das, obwohl diese Perle eigentlich selber mords was um die Ohren hat. Hammer! Danke, Perle!

Da ist noch eine Schublade, die falsch geliefert wurde – noch mal zu *kea. Tse… Danach ein bisschen Chauffeurdienst für die Große und den zweiten Tag in Folge Essen vom Italiener des Vertrauens besorgen. Nach dem Essen festgestellt, dass ich leider keine Schublade geholt habe, sondern statt dessen eine Bank im Paket liegt – och nöööö! Egal – weiter machen!

Die Unterschränke sind ausgerichtet und stehen. Hängeschränke sind zum Teil an ihrem Platz.
Die Schränke rufen nach Inhalt. Die im Wohnzimmer stehenden Schubladen der alten Küche wollen entleert werden. Ja! Ganz klar mein Job (bis 2.30 Uhr)

Ziel: Sonntag Morgen soll der Esstisch frei, keine Pappeberge mehr auf dem Fußboden und das Geschirr aus der Schublade kommen. Ja! Kaputt aber alles geschafft!

Sonntag – Restarbeiten 
Der Mann singt morgens noch im Gottesdienst, während ich weitere Türen installiere und Kram verräume. Die Spülmaschine läuft und das Waschbecken kann genutzt werden. Zwischendurch unglaublicherweise Schnee – wer bitte braucht denn den?

Am Abend ist die Küche tatsächlich funktionstüchtig. Super – heute gibt es Tatort ab 23.00 Uhr. Bis dahin wird quasi durchgearbeitet.

Die Abende der Folgewoche werden der Strom installiert und die Beleuchtung zum Laufen gebracht. Die Esse wird entfettet und wieder komplett gemacht. Leisten werden unter den Schränken angebracht und auch die Fußleisten. Seitenbretter gibt es bei dieser Küche auch.

Ein Gewürzregal muss her. Hier habe ich noch keine endgültige Lösung. Provisorisch wird ein Brett mit den Bilderhaltern vom Schweden zusammengebaut. Die Arbeitsplatte ist natürlich nicht die endgültige. Dafür muss in der Woche noch der Aufmesser kommen. Die wird jetzt erst nach unseren Vorstellungen angefertigt. Das dauert aber noch 4-6 Wochen.

Und nu? Na? Ist doch schon viel aufgeräumter, oder? 
Das ein oder andere Teil wird in den nächsten Wochen noch von einer in die nächste Schublade ziehen. Das habe ich bereits meiner Familie angedroht. Auch wenn es immer noch was von Provisorium hat mit der Arbeitsplatte… EGAL! Ich freue mich total darüber, dass wir es ohne große Probleme (außer nicht mehr zählbaren Besuchen bei *kea,  weil wieder was fehlte) geschafft haben, die Küche alleine aufzubauen. Ja, wirklich, ich freue mich sehr und bin auch ein bisschen stolz auf uns alle!
Wenn es denn so weit ist, dass ich eine neue Arbeitsplatte habe, schicke ich Euch gerne noch mal ein Bildchen. Derweil komme ich auch so zurecht.
Ich wünsche Euch ein frohes Schaffen, egal ob beim Küchenaufbau oder Sonstigem! 🙂

GLORIA – Chorgesang, meine Leidenschaft

Heute möchte ich Euch, die Ihr aus der Nähe seid, recht herzlich zur Aufführung unseres Chorprojektes GLORIA am nächsten Sonntag einladen. Wer mich kennt oder meinen Blog verfolgt, hat sicher schon mitbekommen, dass ich leidenschaftlich gerne im Chor singe. Nein, selten unter der Dusche. Ich mag es eben mehr zusammen mit anderen Stücke zu erarbeiten und ein Teil von einem tollen Chorerlebnis zu werden. Jeder, der das schon mal erlebt hat, weiß was ich meine.

Hier die herzliche Einladung…

Nächsten Sonntag, den 17.04.16 werden wir unser Erlerntes präsentieren in einem Konzert um 19.00 Uhr. Professionelle Musiker werden uns (ca. 90 Sänger) unterstützen. St. Georg in Taufkirchen wird hoffentlich zwischendurch beben. Nicht nur laute, sondern auch leise Töne werden wir anstimmen. Wenn Ihr Lust habt zu kommen – es sind noch Karten an der Abendkasse zu haben! Los – nehmt Euch eine Auszeit und lasst Euch von uns in die Chormusik Englands entführen. Ich kann Euch sagen, es wird sicher sehr spannend und abwechslungsreich!

Wir freuen uns sehr, wenn wir das ein oder andere bekannte Gesicht erspähen!

Und jetzt noch was zu dieser Leidenschaft.

Nun ist es so, dass ein so ambitioniertes Chorprojekt seine Zeit braucht. Wir haben dafür aber immer nur drei Monate. Das bedeutet für uns Sänger auch mal einen ganzen Samstag (sechs Stunden) non stop zu Proben. Das war gestern wieder so ein Tag. Nachdem mein Bester und ich dieses Projekt wieder gerne gemeinsam erleben wollten, hieß das für unsere Kinder alleine zu sein, bzw. ein paar Stunden bei Freundinnen untergebracht zu werden. Das sind dann die Tage, an denen ich mir sehnlichst eine Oma umme Ecke wünsche, die mal eben zum Mittagessen alles parat macht usw. Diese Situationen, wenn die Kleine in den Ferien abends mit in die Probe geht, die bis in die Puppen dauert, machen schon mal ein schlechtes Gewissen. Die große Freude und eben dieser Leidenschaft an der Musik ist es uns Wert und das merken wohl auch unsere Kinder und sind so meist sehr großzügig, wenn wir zu Proben müssen. So hat sich das Kleinchen die besagte Probe über beschäftigt und war mit Ruhe und Neugierde dabei. Toll!

So möchte ich mich ganz dolle bei unseren Mädels bedanken, die uns hier „lassen“. Außerdem auch vielen Dank an die Familien der Freundinnen, die die Mädels gerne bei sich aufnehmen und unser Gewissen so etwas beruhigen.

Mit diesem Wort zum Sonntag wünsche ich Euch allen einen tollen eben solchen!


PS: Warum unser Chorleiter Johannes Eppelein überhaupt Musik macht, könnt Ihr in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung hier nachlesen.

Die heiligen drei Könige – die Sternsinger

Ich bin ganz stolz, dass unsere beiden bei den Sternsingern in diesem Jahr dabei sind. Tausende von Kindern engagieren sich immer Anfang des Jahres um das Hochfest der Heiligen drei Könige für Kinder. Das Thema lautet heuer „Respekt für Dich, für mich, für andere in Bolivien und weltweit„. 
Die Sternsinger werden an ein paar Nachmittagen auf ihre Mission vorbereitet und laufen dann endlich von Haus zu Haus um Spenden für die Kinder zu sammeln. Es war ganz aufregend und die Kinder sammeln diverse Eindrücke. Sie wurden nicht von allen Menschen freudig empfangen. Auch das gehört dazu. Sie wurden auch abgewiesen. Es gab Menschen, die die Kinder nach ihrer Berechtigung fragten. Nix ungewöhnliches in dieser Zeit. Einige kannten den Brauch nicht – und das im katholischen Bayern… 
Letztlich waren die Sternsinger aber am Ende des Tages stolz auf sich und ihren Weg. Sie haben kräftig gesammelt und nicht nur Geld für die Kinder. Viele unterstützen die Sternsinger und belohnen sie in Form von Süßigkeiten. Und am Abend haben sie diese aufgeteilt, auch mit der „Tafel“. Toll!

Heute war die Aussendung in der Kirche und eine große Schar an Sternsingern zog danach erneut in die Straßen unseres Dorfes, um die frohe Botschaft und den Segen in die Häuser zu tragen. Sie haben dabei Sonnenschein und werden heute Abend nach vollbrachtem Gang sicher kaputt ins Bett fallen. Morgen haben die Ferien ein Ende und der Alltag beginnt.


Jauchzet, frohlocket….!

Huhu,

da bin ich mal wieder! Dieses mal schicke ich Euch einen lieben Gruß mit der Einladung zu unserem diesjährigen Konzert in Taufkirchen. Wir singen wieder drei Teile aus dem Weihnachtsoratorium von Bach. Es wird wieder eine Freude sein, mit ungefähr 120 Chorsängern auf dem Podest zu stehen. Im Moment laufen die Proben auf Hochtouren und so könnt Ihr Euch vorstellen, dass ich viel Zeit damit verbringe, mir die Noten einzupauken. 🙂

Es wird schon! Wer also in der Nähe ist, bekommt Tickets über München Ticket. Würde mich freuen Euch zu sehen.


Refugees Welcome!

Hallo Ihr!

Auch wenn ich glaube, dass wir kreativen Bloggerinnen eh nix mit Fremdenhass am Hut haben, möchte ich gerne Farbe bekennen und sagen, daß ich Flüchtlinge willkommen heiße. Vielleicht hilft es, wenn wir tatsächlich positive Signale senden. Die schlimmen Nachrichten gehen mir auf den Keks und räumen dem Rassismus Platz ein, der ihm nicht zustehen sollte.

Wir leben in einem kleinen Dorf in Bayern und haben in neu aufgestellten Containern ca. 80 Menschen (Familien) aus verschiedenen Ländern aufgenommen.  Es gab einen Tag der offenen Tür,  bevor die Familien eingezogen sind. Es gab Einheimische, die Ängste hatten, ja. Es gab aber mehr Menschen, die sich in einer Helfergruppe zusammen geschlossen haben, um mit ihren Mitteln so gut wie möglich zu helfen. Sowohl die Kirchengemeiden, als auch Einzelpersonen und Vereine haben sich gleich engagiert. Seit die Familien da sind, werden für sie Gegenstände des täglichen Lebens, Klamotten mit Hilfe von z.B. doo_le – Listen oder Fa_ebook-Listen gesucht. Da es leider keinen Lagerraum gibt, ist man auf die Lieferung von den Sachen angewiesen, die gerade gebraucht werden.

Ich bin ganz stolz darauf, daß es in unserem Dorf soviel Engagement und Ehrenamt gibt. Vor nun bald zehn Jahren sind wir hierher gezogen und fühlten uns von Anfang an sehr willkommen. Wir können aus eigener Erfahrung sagen, daß man sich gerne in eine Gesellschaft einbringt und versucht etwas von dem zurück zu geben, was man selber erfahren hat, wenn einem der Start so einfach gemacht wird.

Drum schicke ich heute dieses positive Beispiel auf die Reise. Mögen sich mehr damit solidarisieren, als mit den paar Idioten.

PS: Lu hat diesen netten Sticker gemalt, der zu den Aktionen in der Großstadt verlinkt. ich fand ihn hübsch und habe ihn daher mitgenommen. Es gibt sicher eine Vielzahl an tollen Gemeinden und Städten, die nach ihren Möglichkeiten helfen. Ja, das ist mein Deutschland! Davon möchte ich Teil sein. Danke, daß es möglich ist.

Schäl ist wieder da – die Freude ist groß

Oh, was für ein toller Tag!

Unser verschwundener Kater Schäl auch Paul genannt ist wieder da. Ich hatte sein Verschwinden hier kurz erwähnt. Nach 11 Tagen hat er den Weg nach hause gefunden. Seinem Aussehen nach zu urteilen, war er eingesperrt. Er ist ziemlich ausgetrocknet und torkelte eher, als dass er lief. Jetzt ist er gerade beim Tierarzt und bekommt eine Infusion, die hoffentlich seine Lebensgeister reanimiert. Man konnte ihm ansehen, dass er uns und sein zuhause vermisst hat.

Sein Bruder fand seine Rückkehr gar nicht so toll und faucht ihn und uns nur an. Hoffen wir mal, dass sich das wieder legt. Wir haben ja auch gehofft, dass er wieder kommt und das hat ja auch geklappt.

Wir freuen uns gar sehr und möchten uns bei allen bedanken, die Augen und Ohren offen gehalten haben und sich nach dem Verbleib von Paul erkundigt haben. Das war ganz große klasse!

Wir werden heute viel Zeit und Kuscheleinheiten mit unseren Katern einlegen und wünschen Euch, bei dem was Ihr so treibt, ganz viel Spaß und Freude!


Trommeln statt zuschauen!

Hallo Ihr Lieben!
Hui, heute wird es politisch-emotional. Ich möchte mittrommeln – bei Pamela! Sie hat recht mit dem was sie schreibt. Und ich kann mich ihr voll und ganz anschließen. Gerade in der Adventszeit, in der wir auf die Ankunft des Herrn warten, ist es unglaublich, was in den Köpfen von manchen Mitbürgern für ein gequirlter Mist rauskommt. Wie schrecklich muss es für einen Asylbewerber sein, der schon alles verloren hat oder ganz viel entbehren muss, was ihm lieb und teuer ist, hier auch noch so unmenschlich behandelt und ausgegrenzt zu werden. 

Macht auch mit beim Trommeln!

Ich bin froh, dass es viele Menschen gibt, die sich ehrenamtlich dafür einsetzen, dass sich die Flüchtlinge einsetzen. DANKE dafür!

Symmetrie schon beim Zuschnitt

Huhu,

hui, bei Katharina von Stich und Faden habe ich einen sehr interessantes Statement über die Symmetrie beim Zuschnitt von Stoffen entdeckt. Hier ist mal ein Vorzeigemodell für das, worum es geht aus meinem Nähstüberl. Leider ist es es so, dass Du durch einen so guten Zuschnitt unter Umständen sehr viel Verschnitt bei großen Mustern hast, bei denen auch noch die Richtung des Motivs wichtig ist.

Das kann der Laie kaum nachvollziehen. Die nutzbare Resteausbeute bei diesem Kleidchen ist von dem einen Meter verschwindend gering. Zahlen mag das dann kaum einer. Schade! Wie geht es Euch? Schaut Ihr auf die Platzierung der Motive.

Leider ist mir auch bei der Präsentation von neuen Stoffdesigns in letzter Zeit öfter aufgefallen, dass auf die Platzierung der Motive nicht geachtet wird. Ich bin kein Profi, aber das stört mein Auge schon. Und mir gelingt die Symmetrie nicht immer 100% aber ich versuche es.

Ob mit oder ohne Symmetrie – Ich wünsch ein schönes Wochenende!

Vielen Dank, Katharina, für Deinen Beitrag!


PS:
Schnitt: Whitney von farbenmix, 
Stoff: Hamburger Liebe