Ich bin selber überrascht, dass ich dieses Jahr noch keine Blumen gebloggt habe. Na, das heißt ja wohl, dass es Zeit ist. Immer wieder hatte ich schöne Blumen im Haus. Meist war es aber zu Dunkel zum fotografieren. So kam es nicht oft dazu.

Heute bin ich um die feuerroten Tulpen nicht herum gekommen. Um den Strauß herum habe ich einige neue Schätzchen drappiert. Ich habe die meisten von meinen Tanten mitgebracht.

Von diesen unverheirateten Damen möchte ich Euch erzählen. Sie lebten ein für mich scheinbar lustiges Leben mit unglaublich viel Kunstinteresse. Sie bereisten Europa und hatten immer eine schöne Geschichte parat. Sie kleideten sich sehr elegant und liebten kleine kostbare Dinge. Wir dürften als Kinder Ferien dort verbringen. Als Opa noch lebte und noch ein paar Jahre länger, hatten sie eine „Zugehfrau“. Das war Tante Lisbeth. War diese Frau toll. Sie war die Gütigkeit in Person. Hatte Hände, die zupackten und liebevoll und gleichzeitig wirklich riesig waren. Bis ins hohe Alter und kurz vor ihrem Tod schmiss sie den Haushalt.

Und dieser Haushalt wird nun gerade aufgelöst… und damit wurden am letzten Wochenende so einige Erinnerungen wieder hervorgeholt, Gerüche, Blicke, das Körbchen, in dem der Toast immer warm gehalten wurde, all diese Kleinigkeiten, die den Ort immer besonders machten. Diese Wohnung hat sich im Grunde seit meiner Kindheit nicht sehr verändert. Und das machte diesen Schlussstrich auch so anders. (Kurz nach dem Auszug der Kinder aus dem heimatlichen Haus eroberten meine Eltern Zimmer für Zimmer und veränderten alles.) Viele Erinnerungen habe ich eingepackt und nun bei mir wieder ausgepackt. Ich mag es diese Schätzchen um mich zu haben. Nachdem eine der beiden Damen hochbetagt mit 95 Jahren im letzten Jahr verstarb, lebte die nicht viel jüngere Schwester alleine. Das ging einfach nicht mehr. Sie musste umgezogen werden. Es war herzzerreißend, ließ sich aber nicht vermeiden. Leider haben die Damen versäumt, rechtzeitig selber nach einem Ort zum Bleiben zu suchen.

Merker für mich im Alter! Rechtzeitig nach einer Bleibe suchen!

Nun hoffe ich, dass sich die verbleibende Tante in ihrer neuen Umgebung gut einlebt und noch ein bisschen Frühling schnuppern kann. Das ist ihre Lieblingsjahreszeit.

Ich werde nun tagtäglich mit den kleinen Dingen erinnert. Das ist schön.

Mit meinen Blumen wander ich zu Holunderblütchen. Hier werden unsere Blumenarrangements wöchentlich am Freitag gesammelt.

Wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Ein Kommentar zu “Flower-Friday – meine #01 2017 – und laut gedacht

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