Neue Topflappen für die Küche

Seit Jahren will ich mir neue Topflappen nähen. Viele bunte Topflappen habe ich gesehen. Thermolam (es verhindert, dass Du Dir die Flossen verbrennst und wird zwischen den Stoff gesteppt) liegt bei mir seit Ewigkeiten im Stofflager.

Als Grundlage für die Umsetzung habe mich mich an die Anleitung von Susanne von Hamburger Liebe gehalten. Sie hat hier ein Tutorial verfasst. Und weil sie es so gut beschrieben hat, verzichte ich hier darauf. Ihr findet dort auch ein Schnittmuster.

Inzwischen sind die neuen Dinger in ständiger Benutzung und auch wenn ich am Anfang skeptisch war, was die Handhabe betrifft, so bin ich inzwischen vom Gegenteil überzeugt. Sie sind absolut hitzebeständig und im Knick lassen sie sich gut packen. Einzig die italienische Kaffemaschine, die gefüllt mit heißem Wasser zugedreht werden muss, weigert sich. Dafür sind die Lappen einfach zu steif.

Ich habe vor, noch weitere dieser bunten Dinger zu nähen. Es gibt noch so viel gehüteten Stoff, der endlich einen sinnvollen Einsatz sucht.

Na, was schiebt Ihr so vor Euch hin? Da gibt es doch sicher auch was, oder etwa nicht? 

 

Küche – es geht immer noch was

Man könnte meinen, dass der Selberbau einer Küche eine Never-Ending-Story ist. Haha, gut für meine Blogeinträge, aber natürlich eigentlich nicht so schön, wenn man immer wieder was neu anpacken muss. Manchmal will gut Ding eben Weile haben und unter diesem Motto habe ich auch dieses Küchenprojekt gestellt. Für mich ist das voll ok.

Ich habe mich sehr eingelebt in meine neue Küche. Auch der Mann und die Kinder mögen in ihr gerne hantieren. Und damit Ihr seht, was noch alles geändert wurde hier mal im Überblick.

  1. Wie in der vorherigen Küche wollte ich gerne wieder Lampen über die gesamte Arbeitsfläche. Das geht natürlich indirekt immer unter den Hängeschränken. Bei der Arbeitsfläche wollte ich gerne wieder die Hängelampen wie vorher. Das hat der Mann gelöst, indem er auf die Hängeschränke eine Seitenverkleidung passend eingehängt und die Lampen daran montiert hat. Kabel versteckt – toll. Die Schattenfuge mussten wir so lassen, weil sie um 2 mm nicht gerade ist und sich darum nicht unsichtbar schließen lässt. Da kann ich mit leben.
  2. Als Provisorium hatte ich als Fliesenspiegel eine Klebefolie montiert, die sich aber natürlich langsam ablöste und daher keine dauerhafte Lösung war. Drum gab es jetzt eine Tapete. Sie ist silbrig und changiert und strahlt so mehr Licht ab. Das war das Ziel – hat geklappt.
  3. Die Fußleisten mussten noch angebracht werden. Dank der professionellen Säge eines Freundes, war das ein Kinderspiel. Die hätten wir mal vorher ausleihen sollen. *lach*

Und nachdem ich heute die Küche mal ordentlich geputzt habe, kann ich Euch noch ein paar Details zeigen.

Bei der Spüle brauche ich immer was zum Abtropfen von Kleinigkeiten. Messer packe ich nie in die Spülmaschine. Die spüle ich schnell so ab. Ähnlich ist das mit Brettchen. Da beide Sachen dann ablaufen und Wasserstellen hinterlassen, habe ich für Besteck einen Behälter auf einem Tablett stehen. Für Brettchen und ähnlich plattenhaftes, habe ich einen Ablauf gekauft, wie es ihn in Bars gibt. Es funktioniert genauso so wie es soll. Die Kuchenplatte rutscht nicht ab, das Wasser läuft runter und wird aufgefangen. Durch die schwarze Arbeitsplatte fällt das schwarze Teil gar nicht auf. Hah! Diese Gummidinger gibt es in unglaublich vielen Größen.

Unter der Spüle haben wir meine Lieblingsschlubladen. Nein, Putzzeug mag ich nicht, aber die Laden sind einfach irre praktisch. Kein Bücken mehr und kein Krabbeln um an die Flasche hinten links im Spülenschrank zu kommen. Das ist einfach super.

Das Waschbecken haben wir so weit links einbauen lassen, dass der hohe Abfalleimer neben dem Becken in der oberen Schublade Platz findet. Theoretisch geplant – praktisch funktioniert es genau wie erhofft. Dort ist neben dem Biomülleimer alles untergebracht, was ich zum Spülen und zum Reinigen der Oberflächen in der Küche brauche.

In der unteren Schublade ist ein hoher eckiger Eimer, in dem das Altpapier genug Platz findet. Der zweite Eimer ist gefüllt mit Putzmittel und Co.

Und wenn Ihr meint, dass es das jetzt mit der Küche war? Nee, irgendwas finde ich noch. Wie wäre es mit diesen anderen Dingen, für die es nie Platz gibt? Wo packt Ihr denn Eure Backbleche hin? Und was ist mit dem blöden Leergut? Demnächst also hier noch mehr meiner Verstecke!

Bis dahin – schafft fröhlich!

Besenschrank in der Küche – so was von heute!

Ich habe Euch in der letzten Zeit immer mal wieder was zu unseren Erfahrungen bzgl. unseres Küchenbaus erzählt (hier, hier).  Das ist so nach dem Motto: wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. So ungefähr trifft das auch bei dem Einbau einer Küche zu. 🙂

Bei unserer Küchenplanung habe ich mir schon sehr genau überlegt, was ich in den nächsten Jahren oder sogar Jahrzehnten unbedingt in der Küche brauche. Und dazu gehörte für mich absolut ein Besenschrank. Der Wischer, bzw. der batteriebetriebene Besen standen immer in der Ecker rum. Das war nicht besonders hübsch.

Wir wollten auch keinen Raum verschenken. Allerdings gibt es nicht für alles was man sich so vorstellt auch eine sofortige und kaufbare Lösung. Wir hatten allerdings sehr schnell eine Idee, wie wir möglichst clever etwas selber zaubern könnten.

Dazu haben wir Platz hinter unserem Hochschrank genutzt. D.h. der Schrank wurde bündig zum Mauervorsprung vorgezogen. So ergab sich dahinter eine Lücke von ca. 30 cm.

Der Mann schraubte eine Leiste an die Wand. Aus einer Seitenverkleidung der Küche, die zurechtgesägt wurde, machte er eine Tür. Schaniere (die es auch beim Schweden gab) wurden dran geschraubt, eingehakt und fertig. Fast fertig… Noch einen Türöffner dran…. (der ist inzwischen von zwei kleinen Knöpfen ersetzt, so dass wir da prima zwei Handtücher hinhängen können.

Wow, was war ich baff. So klasse habe ich es mir gar nicht vorgestellt gehabt.

Nun habe ich einen Besenschrank. Die Ecke ist toll aufgeräumt und sieht ordentlich aus. Ich bin super begeistert.

Schaut, was alles reingeht…

Und das war mal wieder so eine Idee und Umsetzung, die mich sicher ganz lange voll glücklich macht. Ich genieße solche kleinen Dinge wirklich sehr, sehr!

Vielleicht haben wir jemanden auf die Idee gebracht? Würde mich freuen.

Viel Spaß beim Kreativsein!

Gewürze in der Küche – schnelles DIY Gewürzregal

Demnächst ist es so weit. Fast alles ist vorbereitet für den Launch zu meiner eigenen Homepage, mit einer Kombination von meinem Blog und einem, meinem Becki-Design-Shop. Ich bin schon ganz aufgeregt.

Ihr werdet hier erfahren, wenn es endlich so weit ist. Derweil werde ich Euch aber eine kleine Ecke aus unserer Küche zeigen.

Ich liebe Gewürze, hasse es aber, wenn ich sie erst aus einer Schublade rausholen muss.
1. habe ich in der Regel batzige Hände, also wir der Griff der Schublade dreckig,

2. nimmt mir das kostbaren Platz in meiner Schublade, in der ich dafür viel lieber meine Kochlöffel, Messer und Quirls… unterbringe.

Natürlich habe ich es nicht erfunden, mein neues Regal. Ich habe diese Bilderleiste vom Schweden schon bei diversen anderen Hacks gesehen. Manch eine Frau sammelt ihre Nagellacke auf dem Regal, dann wiederum wird es zur Präsentation von Büchern hergenommen. Und bei uns? Da steht jetzt auf einer passend gesägten Bilderleiste eben meine Gewürzauswahl. Sie ist bereits einige Wochen in Gebrauch und ich komme gut damit zurecht.

Wir haben das Regal so hoch gehängt, dass die Kaffeemühle drunter passt. Die weg zu räumen wäre Quatsch. Drum war ein Dauerparkplatz von Nöten. Weil wir Kaffee mit der Hand aufgießen, wird diese sehr häufig genutzt.
So, das war mal ein kurzer Gruß aus dem Off…. Ich/Wir sind weiter fleißig…

unsere neue Küche – eine Odysee

Na, jetzt wird es aber mal Zeit, dass ich Euch noch von unserer endlich fertigen Küche berichte, wobei… Naja so ganz fertig ist sie immer noch noch. So ist das vermutlich, wenn man sie selber aufbaut und Stück für Stück optimiert. Ich hatte im Mai angefangen hier über unsere Entscheidungsfindung und ersten Erfahrungen zur neuen Küche zu berichten. Und ich weiß genau, was Ihr meint, wenn Ihr sagt: oh nö, da ist sooo viel zu bedenken! Schieben wir das noch was... Verstehe ich voll! Vor allem hinterher! 😉 ABER – für mich hat es sich absolut gelohnt.

 

Das war also die Ausgangssituation. Die Küche sieht gestückelt aus. Sie aufzuräumen war irgendwie nie drin. Viele Kabel, die rumfliegen. Blöde Steckdosensituation…

Dann kam die Zwischenlösung. Weil wir noch auf die Anfertigung unserer Arbeitsplatte und unglaublich lange. Wir haben sie im Mai bestellt, bzw. bestellen wollen. Man sagte, dass wir sie nicht so bekommen können, wie wir wollen. Wir hätten uns wohl vermessen. Häh? Also musste aus Kulanz der Monteur kommen, um uns zu erklären, warum es nicht geht. Konnte er nicht. Wir hatten recht und nicht verrechnet. Also Bestellung aufgegeben. Nach zwei Wochen der Anruf, dass die gewünschte Platte nicht lieferbar ist. Häh? Her mit der Geduld… Wochen später der Anruf – jetzt geht es los! Yeah. Also haben wir Mitte August die Platte bekommen, die wir schon drei Monate zuvor geordert haben….

Das Warten hat sich gelohnt. Die Platte ist super. Sie lässt sich toll sauber machen. Der linke Schenkel ist ca. 9 cm tiefer als die normale Platte und bietet so viel mehr Abstellplatz. Die Oberfläche eignet sich toll zum Teig ausrollen. Da steht der Weihnachtsbäckerei nichts im Wege.

Weil mir das Braun als „Fliesenspiegel“ zu dunkel war, habe ich mit Folie einen neue Spiegel geklebt. Bin mir noch nicht ganz sicher, ob das so bleibt, aber das zeigt sich.

Klar, ich hätte für das Foto noch mehr wegräumen können, aber so sieht unsere offene Küche nun mal aus. Und? Ist doch ein Unterschied, oder? Jetzt fehlen noch unten und oben Zierleisten. Dort wo das Fenster ist, bekomme ich von oben noch Licht. Das hat sich bei der alten Küche bewährt.

Ich bin total glücklich mit den 80 cm breiten Schubladen und meiner Aufteilung. In der Schublade haben alle meine Töpfe und Pfannen Platz. Sie ist genau unter dem Herd, so dass die Wege kurz sind. Auf diese kurzen Wege habe ich überall geachtet. Die Spülmaschine auszuräumen (sie ist eine alleine stehende – da passt mehr rein, zumindest sagt mir das mein Gefühl) ist echt easy. Das mache ich gerne im Teamwork mit dem Mann. Einer steht rechts, der andere links und dann geht das zup zup schnell!

Aus der Hausauflösung meiner Ma habe ich Porzellan mitnehmen dürfen. Das wirklich alte (ca. 85 Jahre) Kindergeschirr ist leider schon sehr angekitscht. Ich habe damit als Kind immer bei den Tanten spielen dürfen. Dabei ist sicher auch mir eine Macke abgegangen. Dennoch. Es ist so was von nostalgisch.

Das gute Geschirr meiner Ma hat auch den Weg in einen der neuen Hängeschränke gefunden. Jetzt kann ich mit Stil decken! Ok, brauche ich nicht jeden Tag, aber manchmal ist das doch schön!

Und aus meinem Provisorium für die Gewürze ist eine feste Sache geworden. Die Bilderleiste vom Schweden ist zurecht geschnitten worden. Für mich ist es überhaupt keine Alternative die Gewürze in der Schublade zu haben. Ich muss sie sehen und direkt zugreifen können. Ist doch blöd, wenn man erst mal mit dreckigen Kochfingern die Schublade aufmachen muss, oder?

Ok, der Post war etwas länger… Vielleicht kann jemand einen „Nährwert“ (Wortspiel!) draus ziehen.

Ah, Ihr wollt noch ein Fazit? Tja, gar nicht so einfach… Ja, ich glaube ich würde es wieder tun und die Küche vom Schweden nehmen. Letztendlich ist sie wirklich günstig (sie ist ehrlich berechenbar, im Gegensatz zu den meisten Küchen aus den Küchenzentren) und wenn man so ein Ding selber aufbaut, dann kann man doch echt stolz sein. Wenn hinterher alles funktioniert, was man sich vorher auf dem Plan so ausgedacht hat – perfekt! Zwei, drei Sachen werde ich noch ändern, aber alles in allem bin ich wirklich glücklich mit der Küche!