Ein Terrassendach zieht so einiges nach sich

Wenn ich eine neue Idee habe, kann es sein, dass sie jahrelang braucht, um umgesetzt zu werden. Das liegt an manchmal daran, dass ich genau weiß, dass hinterher ein Rattenschwanz an Tätigkeiten folgt, die dann ebenfalls angegangen werden müssen. Und wenn es dann um das Projekt Terrassenüberdachung mit variablen Seitentüren geht, dann ist das ein Projekt dieser Kategorie und entsprechend lang hat die Planung und Überlegung gedauert.

Klar zuerst mussten mal so Fakten geklärt werden, ob wir eine Baugenehmigung brauchen, die Einverständniserklärung der Nachbarn, einen Anbieter finden, mit der Größenordnung des Budgets, was auf uns zukommen würde, etc. Wir haben uns zwei Angebote eingeholt, die preislich so weit voneinander entfernt waren, dass wir bei dem günstigeren Anbieter große Bedenken hatten und in der Ausstellung vergebens nach einem Haken gesucht haben, warum der günstiger ist. Uns war wichtig, dass der Anbieter aus der Gegend kommt.

Informiert genug – es geht los

Ok – Größe und Anbieter standen fest. Was passiert mit der vorhandenen Holzterrasse? Wir dachten, dass es einfacher ist, dann in einem Rutsch die Komplettrenovierung machen zu lassen. Es kam also ein Schreiner, denn wir wollten wieder Holz nehmen. Dieser Fachmann stand auf der Terrasse und hat mich angeschaut, als wenn er frangen wollte, “Und? Warum bin ich hier?” Und erst da ist uns klar geworden, dass die Terrasse doch noch super ist. Lediglich die 50 cm vor dem Rasen, wo das Wasser schon mal länger stand, bzw. ein Blumentopf, der verhinderte, dass das Holz besser abtrocknete, war etwas marode. Nachdem die Terrasse aber nur so groß sein sollte wie das Dach, waren diese 50 cm eh zu vernachlässigen. Wie praktisch.

Weg mit dem morschen Holz

Terrasse aus Holz – gute Idee? Ja!

Wir haben sie vor vierzehn Jahren im ersten Frühjahr nach dem Hausbau selber geplant und mit der Hilfe von einem lieben Freund gebaut. Damals haben wir gleich tatsächlich relativ viel Geld für das Material ausgegeben. Wir haben uns für ein OHT Holz entschieden. D.h. aus dem heimischen Holz wird das Wasser entzogen und mit Öl wetterbeständig gemacht. Außerdem haben fleißig fast jedes Jahr gut gesäubert und neu geölt.

Wir lieben die Holzterrasse. Sie ist barfuß und strumpfsockig zu betreten. Der Schnee war immer schnell geschmolzen und abgetrocknet und wir konnten schon oft die ersten Sonnenstrahlen des Jahres dort genießen. Entsprechend würden wir immer wieder eine Terrasse aus Holz machen.

Erst wird gesäubert. Hab ich auch mit dem K#rcher gemacht.

Die Terrasse liegt zum Süden und am Anfang haben wir geölt, damit das Holz nicht so silbrig wird und somit so viel Sonne abstrahlt. Wir haben Öl mit etwas dunkleren Pigmenten genommen. Inzwischen ölen wir farblos.

Ölen braucht zu zweit drei Stunden, hält aber für ein Jahr

Die Monteure rücken an

Nun hatten wir also alle Unterschriften, von Nachbarn und Gemeinde und konnten im November unsere Bestellung aufgeben. Wir bekamen gleich einen Montagetermin für Mitte Januar…. huahh, so schnell, und können die denn da arbeiten? Da ist doch normalserweise Schnee bei uns? Ja, kein Problem. Das machen die schon. Nein, an der Terrasse müssen wir nichts ändern oder vorarbeiten. Das machen die Monteure. Echt jetzt? Das hat der Mann zum Glück nicht geglaubt und hat sich entsprechend mit Werkzeug ausgestattet und kurzerhand die Terrasse der Größe angepasst und höher gelegt. Wenn man nämlich eine im Freien hat, hat sie eine Neigung. Das machte bei uns 4 cm aus.

und dann waren sie da, die Monteure

Die Terrasse war also gesäubert und in der richtigen Größe. Die Monteure haben, außer die Glasscheiben vom Dach und den langen Träger, so wie die Giebeldreiecke, den Rest vor Ort zugeschnitten und montiert. Ich hätte ja gedacht, dass die alles fertig mitbringen. Das Fundament wurde erst gegossen, als die Pfosten und das Dach bereits montiert waren. Sehr interessant. Nach zwei Tagen hat das Terassendach mit den Glasscheiben gestanden. Danach wurde es neu vermessen und die Markise und die Türelemente kommen er im März.

Bereits jetzt und in dem Zustand können wir sagen, dass es echter Zugewinn ist. Da das Wetter dieses Frühjahr außerdordentlich freundlich zu uns ist und sehr häufig die Sonne scheint, haben wir drei mal draußen Mittag gegessen. Im Februar! Wenn wir die Türen bekommen, sind wir noch geschützter. Das wird super.

Zurückgelassen wurden wir mit offenen Stellen, die “mal eben” provisorisch bestopft werden, für die es aber noch gilt ein, eine Lösung zu finden. Ich schrieb ja: Rattenschwanz…

Und wir brauchen noch einen Weg zu dem neuen Eingang, denn durch die Glastüren, die irgendwann mal “im Weg” stehen werden, ergibt sich eine neue Zuwegung. Ideen haben wir und einen Termin, wann das fertig werden soll. Denn der beste Mann und ich möchten dieses Jahr ein paar schöne Feste feiern. Und ich brauche immer ein Enddatum und Ziel.

Mit diesem Zwischenstand aus unserem Garten, verabschiede ich mich in die Faschingsferien. Alleine fahre ich ins Rheinland und feier Karneval. Euch wünsche ich ein schönes Wochenende und einen guten Start in die kommende Woche.

Eine Idee zu “Terrassendach & Co.

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