Wenn ich meine Blogbeiträge anschaue, dann sind die Headerfotos recht duster und ich habe das Gefühl, dass es gerade auch wettertechnisch leider nicht heller wird. Was dagegen hilft, ist in den Fundus von Fotos zu schauen, die Sonnenlicht eingefangen haben und von anderen Zeiten Zeugnis geben.

Da passt das Wort Sehnsucht gut. Wir sehnen uns nach jemandem oder etwas, das wir im Moment nicht haben können.

Die Tage werden inzwischen wieder länger und dennoch… Wenn die Kinder um 18.00 Uhr einen Termin haben, dann bringen wir sie meistens hin. Zur Dunkelheit kommt noch, dass es bei uns noch massive Schneeberge gibt, die Straßen zu Einbahnstraßen machen. Die Temperaturen bewegen sich um den Gefrierpunkt. Im Dunkeln sind Taupfützen schnell eine Eisbahn.

Und auch wenn ich vor zwei Wochen mal Skifahren war und die Weite der Berge und die Weitsicht genießen konnte, so fehlt mir vor lauter Schnee doch die Vielschichtigkeit der Natur, die verschiedenen Grüntöne, die das Auge gefangen nehmen.

Bunt ist meins… und vermutlich macht es den Karneval auch so zu dem, was er ist. Die Menschen haben eine Sehnsucht nach bunt. Das Fest ist also genau das richtige Zwischenhoch bis zu den ersten frühlingshaften Vorboten.

Ich weiß noch nicht, ob wir zum Karneval ins Rheinland fahren, aber ich mache es mir jetzt, wo die Weihnachtszeit heute am 2.2. mit dem Fest Maria Lichtmess vorbei ist, etwas bunter. Weg mit den zurückhaltenden Kissenbezüge hin zur guten Laune. Das Fest mit der Segnung der Kerzen soll uns Hoffnung machen, auf die helleren Tage… Es gibt ganz schöne Feste und Rituale in der christlichen Kultur… Man sollte sich vielleicht öfter an den Ursprung erinnern und nicht alles neu erfinden. Wenn wir alle Feste feiern würden, die unsere ureigene Kultur hergibt, würden wir aus dem Feiern nicht mehr herauskommen.

Es gibt viele neue „Rituale“, die sich hier bei uns in Deutschland einnisten. Gut, der Muttertag ist schon alt – brauche ich auch nicht… Halloween, meine Meinung dazu habe ich bereits hier festgehalten… Kurz, viele davon kann ich nicht verstehen und ich tue mich schwer, mich diesen zu beugen. Meine Meinung möchte ich aber haben dürfen und nur weil Instagram und Co. suggerieren, dass eine „Babyshowerparty“ ein Muss ist, kann ich damit nichts anfangen. Im Gegenteil. Es mag ein bisschen an meiner persönlichen Geschichte liegen, da ich sehr spät ein Kind verloren habe… nicht auszudenken, wenn es vorher schon Geschenke von Freunden und Kollegen gegeben hätte… und warum auch? Aber schön für die Industrie. Das fängt schon an mit den Glückwunschkartenherstellern… Ein neues Fest ein neuer Absatzmarkt… Schöne neue Welt – tse….

Was meint Ihr? Brauchen wir das? Muss ich da mitmachen?

Nachdenkliche Grüße und ein schönes Wochenende!

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