Im Nähzimmer verbringe ich sehr viel Zeit. Einmal, weil ich hier eben nähe, aber auch, weil ich hier teilweise für die „echte Arbeit“ von daheim arbeite. Und in einem so wichtigen Zimmer, in dem viel gearbeitet wird, fallen nun mal Späne. Ich brauche aber einen freien Arbeitsplatz, wenn ich mein Laptop vom „Realjob“ aufklappen muss. Da liebe ich meine Ordnungskästchen einfach im Regal verstauen zu können, um direkt das zu finden, wonach mir grad ist. Wenn da nicht die Scheren wären, die sich immer verstecken. Und dann noch der Stoff mit den kleinen weißen Blümchen, ich weiß, dass ich davon noch habe. Aber wo?

Bitte gebt zu, dass Ihr auch immer etwas suchen müsst, bitte! Diese Suche nach dem Schneidewerkzeug ist das schlimmste in meinem Atelier. Wie viele Schneider ich habe, kann ich nicht sagen, aber es sind eine ganze Menge. Es gibt aber auch so viele Orte, wo sie sein könnten. Ein guter Platz ist der Schneidetisch. Aber am Bügelbrett brauchte ich ebenfalls eine Schere und an der Overlock… hachz…

Ich bin mir nicht sicher, ob es daran liegt, dass ich so viel habe oder ich einfach nur diese Dinge nicht zurück an ihren Platz lege. Sagen wir mal zweiteres. Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass ich nur geringfügig Sammler und Jäger bin. NEIN, ich fürchte da würde ich mich nun doch selber belügen. Da ich ehrlich mit mir selbst sein möchte, geht das also nicht.

Alle paar Monate bekomme ich einen Rappel und fange an wie wild aufzuräumen. Und im Januar – also so“zwischen den Jahren“, habe ich meinen Mann dazu bekommen, zusammen mit mir das Atelierchen auf Vordermann zu bringen. Wir haben uns entschieden die Raumverteilung im Haus so zu belassen, wie sie war und haben daher das Dachgeschoss renoviert.

Ein Upgrade: Streichen und neues Licht!

Ziel war einerseits die Wände neu zu streichen und andererseits ein neues Lichtsystem zu etablieren. Und so haben wir das voll Elan angepackt. Wir dachten so, dass es ja wohl in zwei Tagen erledigt sein könnte…

Bei dem Lichtsystem handelt es sich um einen Schienensystem vom Schweden. Es sollte an den verschiedenen Arbeitsbereiche verschiedene Lichtmöglichkeiten geben. Nun pendelt alles von der Decke und so gibt es keine Kabel, die im Weg rumhängen oder am Boden rumliegen.

Über dem Arbeitsplatz finde ich Pendelleuchten gut. Über Nähmaschine und meinem Schneidetisch sind diese mit einer Tageslichtbirne bestückt. Damit kann man auch bei Dämmerung die tatsächlichen Farben sehen. Das finde ich sehr angenehm, denn die anderen Glühbirnen lassen die Farben anders erscheinen. Außerdem werden Fotos besser bei kälterem „Tageslicht“. Ich habe Glühbirnen mit 5600 Kelvin. Im Laufe der Zeit lässt hier die Leuchtkraft nach und dann stelle ich den Regler von der Fotokamera etwas niedriger ein, um das wieder auszugleichen. Bei der Spiegelreflex macht es Sinn, sich nicht auf die Automatische Beleuchtung einzulassen. Zumindest ist das meine Erfahrung.

Dann gibt es noch Strahler bei diesem Lichtsytem, die bestimmte Bereiche im Atelier anstrahlen. Einer leuchtet z.B. gegen die Dachschräge und bringt indirektes gemütliches Licht.

Verschiedene Schaltkreise und Dimmer

Der Knaller bei dem Schienensystem: Es gibt verschiedene Schaltkreise und einer davon ist sogar mit einem Dimmer ausgestattet. Und das ist der Grund, warum dieses neue Lichtsystem etwas länger in der Installation gedauert hat, als ursprünglich geplant. Denn um die verschiedenen Schaltkreise etablieren zu können, benötigten wir ein anderes zweiadriges Kabel vom Schalter zum Auslass… Das Aufstemmen des ca. 1 m Spaltes hat einen Tag verbraucht… so ohne Spezialwerkzeug dauert das eben. Aber dann… ein paar Tage Geduld, dann wird das schon.

Inzwischen bin ich sehr glücklich mit der Entscheidung hier Dinge zu ändern. Zwischendurch muss natürlich immer mal wieder aufgeräumt werden, aber das ist schon alleine darum notwendig, damit ich weiß, was ich noch habe. Da fallen mir dann Stoffe und Dinge in die Finger, die ich nicht mehr auf dem Schirm hatte. Und Scheren finde ich da auch sehr regelmäßig! *grins*

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