So, nachdem wir also am Abend nach unserer Tour eingecheckt hatten, knurrte der Magen und wir haben uns – nicht zum letzten mal in diesen drei Tagen – aufgemacht zum Hackeschen Markt. Schon auf dem Weg dorthin, haben die Kinder verstanden, was ich damit meinte, als ich sagte, dass sie die “verrücktesten” Leute auf den Straßen antreffen würden. Das meine ich ganz positiv. Denn das ist wohl das, was Berlin mit ausmacht. Keine Zwänge, keine Spießigkeit, alles einfach easy und ganz im Gegenteil zu München. Die Kinder machten also große Augen und ich fand es toll.
Auf dem Hakeschen Markt haben sie die Bekanntschaft mit den ersten “Gauklern” gemacht. Die Riesenseifenblasen waren der absolute Hit und “der Typ, Mama, der macht Broschen aus Kronkorken!“. Ja, Berlin macht erfinderisch. Der schöne Gulli-Deckel wird kurzerhand mit Farbe bepinselt und dann (seitenverkehrt) auf ein Shirt gedruckt. Naja, warum nicht? Irgendwann gewann der Hunger und wir konnten uns einen Tisch in einem der vielen Restaurant unterhalb der Haltestelle Hackescher Markt ergattern. Flammkuchen für 5,50 EUR gab es und erschwinglich. Teuer waren die Getränke.Dann ging es los mit einem wirklich guten und günstigen Frühstück im Hotel los (EUR 5,90 für Erwachsene und für Kids ab 6 die Hälfte, darunter kostenfrei). Nach dem Kauf eines Tagestickets ging es mit den öffentlichen eine Station bis zum Brandenburger Tor (1). Wow, erst da wurde uns bewusst, wie drin wir in der Stadt waren. Dort mussten wieder allerhand Leute beguckt werden, die hochtalentiert oder so gar nicht vor dem Tor versuchen Geld zu machen. Sehr interessant. Dann ging es weiter zum Bundestag bzw. dem Reichstagsgebäude (2). Wir hatten glücklicherweise schon einen Einlass im Internet gebucht. So mussten wir nicht anstehen, um überhaupt die Erlaubnis zum Einlass zu erhalten. Stattdessen gucken im Reiseführer und füttern der Spatzen mit dem 2. Frühstück.
Alleine der Einlass mit der Sicherheitskontrolle hat die Kinder voll in Anspruch genommen. Sehr nette Beamte, von denen auffallend viele im rheinischen Dialekt redeten und Späße machen. *hachschön* Die Führung mit den Kopfhörern war für die Kinder ein Erlebnis. Der Ausblick bei dem Wetterchen ein Traum. Und so viel Informationen gab es. Stoff genug für eine Achtjährige Löcher in den Bauch zu fragen. Ja, da fing das an mit den Fragen und sollte Tage später noch nicht aufhören! Da hätte man mal die Geschichtstante dabei haben sollen. die hätte sicher einiges noch umfangreicher erklären können.
Der Tag war noch lange nicht zuende. Aber ich denke, dass Ihr recht tapfer wart, wenn Ihr bis hierher gelesen habt. Der Reisebericht wird weiter komplettiert.
Ich wünsche Euch was!
LG
Henrike


