Hochzeitsgeschenke – selber gemacht

Was liegt näher, als die Patentante, die ja wie jeck näht, zu fragen, ob sie das Ringkissen für die Trauung näht. Na klar. mache ich ja gerne. Das kam meiner Vorstellung eines persönlichen Hochzeitsgeschenk sehr entgegen.  Ein bisschen problematisch wird es dann, wenn gewisse Vorstellungen erfüllt werden wollen. Das Brautpaar wollte das Kissen nämlich passend zu den anderen Dekorationen und der Einladung haben. Hm. Da bin ich dann kurzzeitig ziemlich ins Schwitzen gekommen.

Ok – erst mal die Originalvorlage in groß angefordert – dann eine Version geplottet und auf altes Leinen gebügelt.  Mit der Version hätte ich schon leben können, aber so ganz gefiel mir das noch nicht. Also habe ich mich in die Sticksoftware eingearbeitet und nach ein paar Stunden kam dann doch noch eine gestickte Version raus. Und die gefiel mir viel besser, zumal es in den Stickrahmen von Oma passen sollte.

Es ist ja nicht so, als ob man die Arbeitsmittel nicht hätte. Es ist nur so, dass man sie lange nicht ausschöpft und einen Grund braucht, um das mal zu tun und den eigenen Schweinehund zu überwinden. Gut – es ist jetzt nicht so, dass ich mein gewonnenes Wissen jetzt öfter einsetzte, aber ich könnte. Und das ist ja auch schon mal gut. hihi

Ein weiteres Hochzeitsgeschenk, dass ich bereits vor drei Jahren gemacht habe, ist das Kreuz mit den Vögelchen. Schon damals hatte ich den Eindruck, dass das zwischen der Nichte und ihrem Freund was werden könnte.

Letztlich habe ich die geplottete Version für das eigentliche Geschenk hergenommen und die Nichte hat inzwischen einen Schrein für den Rest der Hochzeitsblumen genutzt. Das ist doch mal eine gute Idee.

Und Dank der professionellen Fotos, kann ich Euch hier noch das Ergebnis in hübsch zeigen. Schick, was die heutigen Hochzeitsfotografen alles so erfassen.

Ich hätte mir persönlich nicht vorstellen können, beim Anziehen und Zurechtmachen für die Hochzeit einen Fotografen um mich herum zu haben, aber das scheint heute echt ein „Must“ zu sein. Hach, ich werde wohl auch älter.

Die Hochzeit im letzten Sommer war auf jeden Fall ein bis ins letzte Detail geplantes tolles Fest – echt irre, wie die Nichte bis ins kleinste Detail alles durchgestylt hat. Dagegen war meine Hochzeit vor 13 Jahren fast schon etwas stümperhaft und dennoch – ebenfalls der schönste Tag in unserem Leben.

Allen, die in diesem Jahr den Bund für das Leben eingehen, wünsche ich schon jetzt alles Gute und eine gute Portion Gelassenheit. „Et hät noch immer jood jejange!“

Allen anderen, die jetzt bei mir Schmökern, schaut doch öfter mal vorbei.

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